GALERIE KUNSTBUERO

Das vielseitige Oeuvre von Nino Stelzl besticht durch eine scharfsinnige Beobachtungsgabe, Experimentierfreudigkeit und einer gelegentlich humoristischen Tendenz.

Seine Werke referenzieren eine bunte Mischung aus der frühesten bis aktuellen Kunstgeschichte, ohne der Voraussetzung, dass man das Zitierte verstanden und im Griff hat. Seine Verwendung von teils urgeschichtlicher Bildsprache dient lediglich einer persönlichen Untersuchung von kulturellen und kunsthistorischen Entwicklungen und Zusammenhängen.

Frühzeitliche Ordnungssysteme, Überlieferungen geistiger Konzeptionen, mythologische Sinnbilder und paläolithische Piktogramme stehen im Dialog mit Werken theologisch motivierter Kunst sowie den großen Strömungen der Moderne.

Es ist verständlich, dass sich auch die Philosophie dann auf die Urgeschichte besinnt, wenn sie sich bemüht, aus den Differenzierungen unserer Kulturformen zur Einheit des Seins zurückzufinden. Diese undifferenzierten Formen liegen weit vor unserer heutigen Epoche. Während der Frühzeit empfing der Mensch die maßgebenden Impulse, fertig geprägt schuf er die Schriftdokumente. In die urgeschichtliche Zeit müssen wir also hinabsteigen, um - wie Wilhelm Szilasi einmal sagte - zur "Erfahrung der Erfahrungen", zum Universalbegriff zurückzufinden, mit dem der Mensch reflektierend die Struktur der Welt erkannte. (Marie E.P. König)

Nach dem Studium der Medienkunst bei Peter Kogler hat Stelzl bei Daniel Richter auch die Malerei für sich entdeckt. Im Sommer dieses Jahres hat er für die Ausstellung in der Galerie kunstbuero neue Leinwände geschaffen und wird die Präsentation voraussichtlich mit einer Skulpturengruppe abrunden.

Zeitgleich wird Nino Stelzl im temporären Wandbild des future garden die Kartoffel ins Rampenlicht rücken.

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